Wer das nationale MTBO-Opening am 14. +15. Mai nicht mehr erwarten konnte, für den gab es eine Woche vor Ostern ein international grandios besetztes MTBO-Meeting nur ca. 1¼  Stunden Fahrzeit von Güssing Richtung Osten. Vor allem aus dem Grund, da im Jahr 2012 gleich mehrere MTBO-WM-Events in Ungarn stattfinden, waren auch ca. 30 Österreicher am Start. [18. - 26. August 2012!! / MTBO-WM-Elite / -Junioren-WM / -Masters-WM]

Hauptbewerb war natürlich der Weltcupbewerb mit 2 Steirischen Spitzen-MTBOlern am Start:

Christoph HAINGARTNER (OLC Graz) und Lisi HOHENWARTER (Leibnitzer AC), -die nach ihrer Baby-Pause wieder voll ins internationale Geschehen zurückgekehrt ist!

Der erste Bewerb am Freitag (14.4.) abends war wohl das Schwierigste, was viele MTBOler bis zu diesem Zeitpunkt je gefahren sind. Vor allem jene Posten unter Dach, -in aufgelassenen Hallen und Garagen- waren auch richtig abenteuerlich. Vor allem die guten Orientierer hatten beim Sprint ihre Freude!

Die Posten-Antizipation war wichtiger denn je [=Posten erahnen und in die Richtung wegfahren, bevor man noch die Route genauer geplant hatte; meist war es aufgrund der Informationsfülle und des hohen Tempos – alles war so schnell da -, fast unmöglich, weiter als bis zum nächsten Posten vorauszuschauen und zu planen; jeder unnötige Steher kostet bei 31 Posten auf ca. 25min Fahrzeit, zusätzlich an Zeit]. Auch das unmittelbare Postenanfahren, Stehenbleiben, Stempeln, Bike umdrehen und wieder Anfahren durfte nur wenige Sekunden dauern!

Sehr gut zurecht kam damit Michaela GIGON (OLT Transd./Wien); sie startete hier als 2.plazierte in die neue Weltcupsaison; Lisi HOHENWARTER war mit 25:43, knapp 3 min. langsamer als Michi und erreichte den 22. Platz.

Christoph HAINGARTNER unterliefen einige kleine Fehler; zwar nur 3:26 Rückstand auf den Dänischen Tagessieger Erik KNUDSEN-SKOVGAARD und weniger als 2min auf den besten Österreicher Andreas RIEF (OLT Transd./Wien/ 12.Pl), bedeuteten Platz 35 und 1 Weltcuppunkt!

Samstag (15.4.) fand in einem typisch ungarischen steppenartigen Areal mit vielen halboffenen Teilen die Middle-Distanz statt. Auch hier war hohes Tempo gefragt, da die Bahnen nicht zu den Schwierigsten zählten, und fast alle Steigungen in vollem Tempo zu nehmen waren. Auch fast alle Wegen und Straßen waren breit und zumeist gut befahrbar; nur der Schlußteil erforderte ein rechtzeitiges Dosieren des Tempos, wegen der Unübersichtlichkeit des Terrains.

Wieder auf den 22. Platz platzierte sich Lisi HOHENWARTER und holte wieder einige Weltcuppunkte. Ihr Rückstand auf die Siegerin Ingrid STENGARD (FIN) fast 8 min.

Christoph HAINGARTNER blieb bei diesem Event – auf der 43.Position – leider außerhalb der Weltcuppunkte; fast 10 min Rückstand auf den Sieger Anton FOLIFOROV (RUS) waren diesmal zuviel.

Tolle Ergebnisse erzielten jedoch unsere Senioren: Walter DRAVETZ (OLC Graz) siegte vor Tamas JANKO (HSV Pinkafeld) in der H50-Klasse. Karl FINK (OLC Graz) siegte vor Wolf EBERLE (HSV Aigen) in der H60-Klasse.

Das große Finale gab es am Sonntag (16.4.) auf der Langdistanz, die im Ausland doch etwas mehr „Ultra“ ist als bei uns in Österreich.

Gestaffelter Massenstart in „Le-Mans“-Form für alle Kategorien mit mehreren Einerstaffel-Runden waren zwar interessant für die Zuseher, allerdings war der Charakter einer typischen Langstrecke (mit sehr langen Teilstrecken und vielen Routenwahlen) durch die vielen Posten leider doch nicht mehr gegeben!

Ein tolles Rennen fuhr Christoph HAINGARTNER (112:52) der als bester Österreicher Platz 22 in diesem WC-Bewerb herausfahren konnte. Der Rückstand auf den Sieger Erik KNUDSEN-SKOVGAARD (DEN) auf 1¾ Stunden SZ, knapp 10 Minuten. Unter die Top 20 fehlte nicht einmal 1 min, auf die Top 10 fehlten ca. 4min.

Lisi HOHENWARTER in der Damen-Elite kam bei diesem selektiven und teilweise sehr steilem Terrain leider nicht ins Ziel und gab nach ca. 1 Stunde auf. Michi GIGON wahrte mit ihrem 3.Platz, die Chance auf die Verteidigung ihres WC-Gesamtsieges 2010.

In der Weltcup-Zwischenwertung liegt nun – nach 3 Bewerben – Christoph HAINGARTNER als 5.bester Österreicher auf Platz 38. Lisi HOHENWARTER liegt bei den Damen als 2.beste heimische Dame auf Platz 24. Michi Gigon liegt in dieser Zwischenwertung auf Platz 3 [WC-Stand: http://iof.6prog.org/WC_Home.aspx?HOW=M ]

Ausgezeichnet schlugen sich wieder unsere Senioren bei diesem Event. Walter Dravetz musste zwar mit Materialdefekt aufgeben, allerdings konnte Wolf EBERLE einen tollen Sieg in der H60- einfahren; Karl FINK belegte diesmal Platz 3.

Neuralgischer Punkt bei den Events in Ungarn sind immer die Reifen, daher gibt es hier häufiger Materialdefekte als bei unseren ACs. In Ungarn ist es nämlich gestattet, fast überall Quer zu fahren; und in Anbetracht des oft dornigen bzw. steinigen Untergrunds ist materialschonendes Fahren angebracht.

Detaillierte Ergebnisse:  http://www.mtbo.hu/result