Das dritte Jahrtausend (Jahr 2000) begann gleich mit einem riesengroßen Vorhaben: Sepp Hartinger hatte den IOF Weltkongress nach Leibnitz gebracht, dazu die Park World Tour nach Maribor und die Championsweek im Stadtsprint nach Ehrenhausen (Qualifikation), ins Schwarzlzentrum nach Unterpremstätten (Internationale Gartenschau mit der Mixed Sprintstaffel – internationale Premiere) und nach Leibnitz (Finale). Welteliteläufer aus 41 Nationen waren auf Kosten der Veranstalter (Leibnitzer AC) in die Südsteiermark angereist. Eine Riesen-Veranstaltung, welche auch die Mitarbeit der steirischen Vereine erforderte. Franz Hartinger war steirischer Präsident und ersuchte mich, in der Vorbereitungszeit die Arbeiten im Verband geschäftsführend zu übernehmen. Als Übergangspräsident war ich dann 14 Jahre in Amt und Würden. Es waren spannende Jahre mit vielen Höhepunkten.

Gerli Hoch bei der Schi-OL Masters-WM in Lavarone (Italien) 2001: Silber in der Klasse H60

SPORTident

2000 wurde vom STOLV die Sportsoftware (Krämer) mit Hilfe der Vereine angekauft. Nach den guten Erfahrungen beim Event: 7 Tage – 7 Läufe, das parallel zur Championsweek im Raum Leibnitz ausgetragen wurde, haben wir uns im STOLV Vorstand für dieses Zeitnehmungs- und Auswertungssystem entschieden. Zusätzlich wurden 60 SPORTident Stationen und Leih-Chips angeschafft. Ein neues Zeitalter in der Wettkampfauswertung und wohl auch in der Bahnlegung begann damit.

Im OL-Alpen - Adria Cup

war die Steiermark der Initiator (1991) und auch sehr oft erfolgreich als Veranstalter. Die steirischen Vereine haben immer wieder großartige Bewerbe durchgeführt, wobei Läufer und Mitarbeiter aus fast allen steirischen Vereine im Einsatz waren. Stolz sind wir auf sehr gute Veranstaltungen und auf das erfolgreiche Abschneiden unserer Teams. Die Koordination und Betreuung des erfolgreichen steirischen Teams liegt seit Beginn des neuen Jahrtausends in den Händen in den Händen von Günter Kradischnig und Herwig Proske. Franz Hartinger führte bis 2004 im OL-Alpen – Adria Koordinationsteam den Vorsitz.

OL Alpen-Adria-Cup Bewerbe, die zwischen 2000 und 2014 in der Steiermark ausgetragen wurden:

  • 2002 in Fürstenfeld (TV Fürstenfeld) mit Teilnehmern aus elf Regionen. Nach 1994 (in Stinatz) gewinnt die Steiermark zum zweiten Male die Gesamtwertung.
  • 2008 in Graz – Maria Trost, Kumberg und St. Radegund (SU Schöckl Orienteering). Teilnehmer aus 13 Regionen. Sieger: Die Steiermark.

Gleich sieben Mal stellte in diesen Jahren der STOLV das Siegerteam:

  • 2002 in Fürstenfeld / Steiermark
  • 2003 in Komenda in Slowenien
  • 2006 in Asiago / Region Veneto
  • 2008 in Graz-Maria Trost, Kumberg und St. Radegund / Steiermark
  • 2009 in Regensburg / Bayern
  • 2010 in Brallo di Pregola / Lombardia
  • 2014 in Cansiglio / Region Veneto

Alpen-Adria-Cup 2010 in Brallo di Pregola / Lombardia: in der Mitte das steirische Siegerteam

Meisterschaften und Austria Cup

Von den steirischen Vereinen wurden jährlich erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt. Dies zeigte sich auch bei den Würdigungen bei den „ÖFOL Galen“. Beste Karte, beste Veranstaltung, beste Nachwuchsarbeit, diese Auszeichnung konnten viele steirische Vereine erreichen.

Internationale Events, Staatsmeisterschaften und Österreichische Meisterschaften in der Steiermark

  • 2000 ÖM und ÖM Staffel im SKI-O auf der Tauplitzalm (TVN Veitsch)
  • 2000 ÖM Mittel und Lang – MTBO in Mitterdorf-Wartberg
  • 2002 ÖM und ÖM Staffel im SKI-O in Mürzzuschlag (TVN Veitsch)
  • 2003 Staatsmeisterschaft und ÖM im SKI-O in Bad Mitterndorf-West (HSV Aigen und NF Steiermark)
  • 2003 Staatsmeisterschaft Langdistanz auf der Hebalm (TV Fürstenfeld)
  • 2003 Bundesmeisterschaft der Schulen, Graz – Josefshof (SU Schöckl Orienteering)
  • 2004 Staatsmeisterschaft im Staffel-OL in Thal bei Graz (HSV Graz und NF Steiermark)
  • 2004 Staatsmeisterschaft Sprint in Bad Blumau (TV Fürstenfeld)
  • 2005 Bundesländerstaffel, ÖM und Heeresmeisterschaft in Kumberg (HSV Graz und NF Steiermark)
  • 2005 Junioren Europacup in Graz (SU Schöckl Orienteering)
  • 2005 Staatsmeisterschaft im Staffel-OL (SU Schöckl Orienteering und HSV Graz)
  • 2006 Staatsmeisterschaft Sprint in Burgau (TV Fürstenfeld)
  • 2006 Österreichische Meisterschaft im Nacht-OL in Graz-Haidegg (OLC Graz und NF Steiermark)
  • 2006 Nachtrag ÖSTM Damen Elite in Heimschuh (Leibnitzer AC)
  • 2007 Staatsmeisterschaft Ultra Lang in Bad Blumau (TV Fürstenfeld)
  • 2008 Staatsmeisterschaft und ÖM Mitteldistanz in St. Radegund (SU Schöckl Orienteering)
  • 2009 Österr. Meisterschaft Sprint - MTBO in Mitterberg bei Gröbming (HSV Aigen)
  • 2009 Österr. Meisterschaft SKI-O Staffel in Mürzzuschlag (Naturfreunde Steiermark)
  • 2010 Österr. Meisterschaft SKI-O Sprint in Mürzzuschlag (Naturfreunde Steiermark)
  • 2010 Staatsmeisterschaft und ÖM Mitteldistanz in Hengsberg (Leibnitzer AC)
  • 2010 Staatsmeisterschaft im Staffel-OL auf der Hebalm (NF Stmk und TV Fürstenfeld)
  • 2010 Bundesländerstaffel am Schöckl (SU Schöckl Orienteering)
  • 2011 Österr. Meisterschaft im SKI-O in Hall/Admont (SU Schöckl Orienteering)
  • 2012 Staatsmeisterschaft und ÖM Sprint in Riegersburg (TV Fürstenfeld)
  • 2012 Österr. Akademische Meisterschaft im OL in Graz (UNI Graz und SU Schöckl Orienteering)
  • 2013 Staatsmeisterschaft und ÖM MTBO Lang in Bad Mitterndorf (HSV Aigen und NF Steiermark)
  • 2013 Staatsmeisterschaft Mitteldistanz u. Bundesländerstaffel auf der Turrach (run2gether)
  • 2013 Staatsmeisterschaft und ÖM Mitteldistanz in Hengsberg – Komberg (Leibnitzer AC)
  • 2013 Österr. Meisterschaft im SKI-O in Eisenerz (Naturfreunde Steiermark)

Thermenland Open

Die Wurzeln dieser international anerkannten Mehrtagesveranstaltung gehen zurück ins Jahr 2002, als Thomas Krejci, damals noch für den TV Fürstenfeld aktiv, von 3. – 5.5.2002 das 1. Thermenland Open im Raum Fürstenfeld (mit Etappen in Söchau, Fürstenfeld und bei der Therme Loipersdorf) initiierte. Diesem Auftakt folgten viel beachtete Events in den Jahren 2003 (mit der Österr. Staatsmeisterschaft über die Langdistanz auf der Hebalm) und 2004 (mit der denkwürdigen Österr. Staatsmeisterschaft über die Sprintdistanz in der Therme Bad Blumau), die jeweils zur besten Orientierungslaufveranstaltung Österreichs gewählt wurden.

Ab 2005 wurde das Thermenland Open dann in enger Kooperation mit dem ungarischen Verein Zalaegerszegi TC und dem slowenischen Verein ŠD Severovzhod im Rotationsprinzip (Österreich-Ungarn-Slowenien) veranstaltet; ab 2013 ersetzte der kroatische Verein OK Medimurje den ŠD Severovzhod. Veranstaltungszentrum im Jahr 2006 war Burgau, 2007 folgte Lenti in Ungarn und 2008 schließlich Murska Sobota in Slowenien. 2009 war dann wieder Fürstenfeld (u.a. mit einem spektakulären Nacht-Sprint in der Stadt) an der Reihe, ebenso 2012 mit der Österr. Staatsmeisterschaft über die Sprintdistanz in Riegersburg.

Orientierungslauf in Schulen

Von der Landes Sportabteilung (Peter Bergmann) wurden schon in den 1990er Jahren „Wanderprediger“ gesucht. Gemeint sind Instruktoren, die ihre Sportart in den Schulen vorstellen. Dabei wurden zahlreiche Modelltrainings angeboten. Nach Anfrage der Schulen waren wir (Hannes Pacher, Franz Hartinger und ich) in allen Teilen der Steiermark tätig und konnten den Orientierungslauf vielen Schülerinnen und Schülern nahebringen.

Schul-Training im Mürztal: die Nachwuchsförderung liegt Gerli Hoch noch immer besonders am Herzen

Im Weitental bei Bruck, in der Annenruh bei Krieglach und in der Eisenerzer Ramsau konnten wir (Naturfreunde aus dem Mürztal und Veitsch) Fixpostennetze errichten. Ebenso gelang dies auf der Hebalm (Thomas Krejci), später Hannes Pacher am Hausberg der Grazer, am Schöckl und mit Förderung durch das Sportamt der Stadt Graz im Lechwald oder in der Bundessportschule Schielleiten.

Das von Gerli Hoch initiierte Fixpostennetz im Weitental bei Bruck/Mur

Steirischer Schulsporttag

Der Steirische Schulsporttag wurde auf Initiative von HR Heinz Recla (Fachinspektor für Bewegung und Sport beim Landesschulrat Steiermark), Antenne Steiermark, Bundesheer und der Landessportabteilung aus der Taufe gehoben. Hier können alle Landesverbände ihre Sportarten präsentieren. Der STOLV war vom Anfang an dabei, zuerst 2001 in Tauplitz, danach in Voitsberg, in Judenburg, in Gleisdorf, in Leoben, in Kapfenberg, in Hartberg, in Feldbach…. - bis 2019 (Leibnitz). Gerli Hoch, Jutta und Herwig Renger sowie Gerhard Jandl planten und organisierten in der Anfangsphase, später kamen u.a. Franz Hartinger, Hans Luttenberger, Herwig Proske, Christian Pfeifer, Tünde Allwinger, Jasmine Auer oder Stefan Kubelka zum Organisationsteam.
Gerli Hoch: „Wir hatten pro Anlass bis zu 400 Kontakte. D.h. rund 400 Schülerinnen und Schüler aus allen Schultypen betätigten sich als Postenjäger. Meist habe ich dazu neue OL-Karten erstellt“.

Erfolge im Internationalen Schulsport (zusammengefasst von Franz Hartinger)

Die Serie der Erfolge bei Schulweltmeisterschaften setzte sich auch im neuen Jahrtausend fort.

Das BG/BRG Fürstenfeld stellte mit ihren Betreuern Rudi Hudax, Joachim Friessnig und Eva Kailbauer ab 2002 (durchgehend) bis 2013 mit 10 Schulteams das Gros der österreichischen Teilnehmer. Clarissa Kradischnig aus Graz wurde 2001 sogar Schulweltmeisterin. Diesen Erfolg feierte auch der Grazer Markus Schaberl (2011) im Primerotal/Dolomiten. Die beste Mannschaftsplatzierung erreichten die Fürstenfelder Burschen 2002 (Portugal) und 2009 (Spanien) mit jeweils der Teamsilber-Medaille. Bei den Mädchen formte ab 2008 Hannes Pacher am BG Kirchengasse in Graz immer wieder starke Teams. In den Jahren 2008 (Schottland) und 2009 (Spanien) holten Lisa Pacher und Co. ebenfalls Silber in der Teamwertung. Daneben schafften aber auch Teams aus dem GIBS (Graz) im Jahre 2008 und aus der HS II und Realschule Leibnitz (2013; BetreuerIn Karin Stifter und Franz Hartinger) die Qualifikation für die Schul-Weltmeisterschaft.

EU-Projekt Move your Body – Move your Mind (Begegnung mit Bewegung)

Mit tatkräftiger Unterstützung der Steirischen Landessportabteilung und der zuständigen Jugendabteilungen des Landes Steiermark ist es gelungen, eine EU-Förderung für den Steirischen Orientierungslaufverband zu erhalten. Damit wurde erstmalig von der EU auch eine Sportveranstaltung unterstützt. Es war ein Vorzeigeprojekt für viele österreichische Sportverbände.

Gefördert wurde im Rahmen der Aktion „Youth in Action – Jugendbegegnungen“ ein gemeinsames Sommer-Trainingslager mit dem SK Vuoksi (Partnerverein des OLC Graz aus Imatra/Finnland) im Zeitraum 9.-23. Juli 2011. Rund 50-60 Jugendliche aus Finnland und Österreich nahmen gemeinsam am 6-Tage-OL in Wiener Neustadt teil und verbrachten dann einige Trainingstage in Graz und in Slowenien. Dem Titel der Begegnung „Move Your Body – Move Your Mind“ folgend fand neben dem sportlichen Programm in Workshops ein Austausch zu aktuellen Themen wie „Schule, Studium und Sport in Finnland und Österreich“ und ein vertieftes Kennenlernen der Teilnehmer/innen und der beiden Länder statt. Die Kommunikation zwischen den Jugendlichen erfolgte in englischer Sprache. Die Hauptverantwortlichen waren von finnischer Seite Anssi Juutilainen, der vielfache ehemalige Ski-OL-Weltmeister, und von Seiten des STOLV Günter Kradischnig.

Unsere Aktiven – Internationale und nationale Topleistungen

Zu Beginn des neuen Jahrtausends dominierten Ulrike Hartinger (Leibnitzer AC) und Thomas Krejci (der dann vom OLC Graz zum TV Fürstenfeld wechselte) die nationalen Elitebewerbe und eilten von Staatsmeistertitel zu Staatsmeistertitel. Die Leibnitzer Jürgen Egger, Jürgen Hartinger und Christian Mohn sowie Andreas Pölzl (HSV Graz) forderten Krejci und starteten mit ihm bei Weltmeisterschaften und Weltcupbewerben.

Thomas Krejci überrascht bei WM in der Schweiz – Platz 13

Mit Topplatzierungen bei der Studenten-WM 2000 in Frankreich setzte der gebürtige Grazer Thomas Krejci (bei Michi Wendler beim OLC Graz groß geworden) mit den Plätzen vier im Sprint – nur 6 Sekunden fehlten da auf Bronze und 30 auf Gold - und fünf auf der Langdistanz eine kräftige „Duftmarke“. In den zwei darauffolgende Jahren verzichtete Thomas auf einen Start bei den nunmehr jährlich durchgeführten Weltmeisterschaften um sich für 2003 auf die WM in Rapperswil in der Schweiz gezielt vorzubereiten. Mit Erfolg: Thomas lief mit einem Superlauf auf der Langdistanz mitten in die Weltklasse: Platz 13 mit einem Rückstand von 7 Minuten und 27 Sekunden auf den Schweizer Weltmeister Thomas Bührer.

Thomas Krejci bei der WM 2005 in Japan (Foto: IOF)

Das Damenzeitalter beginnt

Auf nationaler Ebene feierten im ersten Jahrzehnt der TV Fürstenfeld (Krejci, Thomas Hudax und Martin Veitsberger) und die Leibnitzer AC-Damen Siege bei Mannschafts- und Staffelbewerben.

Die Leibnitzer AC – Damen bekamen 2001 Verstärkung durch Judit Allwinger und Lisi Hohenwarter (später auch Tünde Allwinger), ein Umstand der das LAC-Team wieder national konkurrenzfähig machte. Lisi Hohenwarter brillierte aber nicht nur zu Fuß (neun Staats- und österreichische Meistertitel), sondern auch auf dem Mountainbike. Neben vielen Silbernen und Bronzenen bei Österreichischen Meisterschaften – da lag meist Michaela Gigon voran - muss die Bronzemedaille mit der österreichischen MTBO Damen-Staffel (Michaela Gigon, Lisi Hohenwarter und Nicole Senft) bei der Europameisterschaft 2007 in Tschechien erwähnt werden.

Ab 2005 eroberte der gebürtige Südtiroler Klaus Schgaguler im OLC Graz-Dress und Wohnsitz in der Steiermark einige Staatsmeister-Titel.

Die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit in Fürstenfeld trug Früchte. Nach Titeln in den Schüler- und Jugendklassen gelingt es der jungen „Ursi“ Kadan 2007 im neueingeführten Sprintbewerb bei der Staatsmeisterschaft die „Vordamenschaft“ der Henndorferinnen (Luci Böhm/Rothauer und Andrea Eisl/Strasser) zu unterbrechen. Eine unglaubliche Serie von Siegen folgt: Ursi Kadan holt bis 2014 insgesamt 15 Staatsmeistertitel und acht Österreichische Meistertitel. Das internationale Highlight aus diesem Zeitraum war die 2013 eroberte Bronzemedaille in der Mixed Sprint-Staffel (gemeinsam mit Gernot Kerschbaumer, Robert Merl und Anna Nilsson-Simkovics) bei den World Games in Kolumbien.

 

Das Fürstenfelder "Drei-Mäderl-Haus" (Karin Leonhardt, Ursi Kadan und Stephi Killmann) bei der Junioren-WM 2005 in der Schweiz (Foto: ÖFOL)

2009 gelingt Lisi Hohenwarter (Leibnitzer AC) noch ein Titel bei der Staatsmeisterschaft über die Lngdistanz. Im Jahre 2010 triumphieren die Elite-Damen OLC Graz (Carina und Clarissa Kradischnig, Laura Ramstein) bei der Staffel-Staatsmeisterschaft auf der Hebalm; 2010 und 2011 siegen die Fürstenfelder Damen bei der ÖM Mannschaft. 2011 glänzen die Fürstenfelderinnen erstmals unter „OC Fürstenfeld“ (Ursula Kadan, Karin Leonhardt und 2010 mit Stephi Killmann/2011 mit Eva Reisenhofer).

Bei den Herren folgt nunmehr die große Zeit der Pinkafelder Gernot Kerschbaumer, Martin Binder und Markus Lang. Aber 2009 bei der ÖM Nacht und 2010 bei der Staatsmeisterschaft (Langdistanz) am Obernberger See kann Klaus Schgaguler (OLC Graz) den Pinkafeldern die Goldenen abluchsen. Ein herausragender internationaler Erfolg gelang 2013 Matthias Gröll vom OLC Graz mit dem Sieg im Einzellauf beim Junioren Europacup.

Das Highlight im MTBO: Lisi Hohenwarter - die erste steirische Weltmeisterin

2009 feierten wir die erste steirische Weltmeisterin: Lisi Hohenwarter vom Leibnitzer AC.
Die gebürtige Villacherin siegte mit Michaela Gigon und Andrea Zinkl in der MTBO WM-Staffel in Israel. Von der Stadt Leibnitz erhielt Lisi dafür den Sport-Römer.

Die siegreiche MTBO Damenstaffel bei der WM in Israel, von links: Lisi Hohenwarter, Michaela Gigon, Andrea Zinkl (Foto: Dan Chissick)

Trainingszentrum Graz

Going Top

In den Jahren 2010-2013 war Graz eines der beiden OL-Trainingszentren im Rahmen des Projektes Going Top. Dabei handelte es sich um ein vom Bund im Rahmen der Initiative Wogos (Women go Sport) finanziell unterstütztes Förderprojekt für drei Frauen-Ausdauersportarten (Radsport, Rollsport/Inline-Skaten, Orientierungslauf). Zwischen 10 und 18 Sportler/-innen aller drei Sparten (davon mindestens zwei Drittel Frauen) wurden am Standort Graz betreut. Schwerpunktmäßig wurden betreute Einheiten im laufenden Trainingsbetrieb und jährlich 2-3 multisportive Trainingskurse gemeinsam mit den anderen Fachverbänden gefördert. Unser Vizepräsident Günter Kradischnig hat dieses Projekt mit viel Herzblut von STOLV-Seite initiiert und betreut.

Nachdem wir als einer der ersten Fachverbände in der Steiermark schon seit Beginn der 90er Jahre ein Projekt zur Förderung des Spitzensports hatten, bemühten wir uns nun als Folgeaktivität zu Going Top auf Vorschlag der Landessportabteilung, die Voraussetzungen für ein Leistungszentrum zu erreichen.

Landesleistungszentrum

Bereits 2013 konnten wir als eines von nur etwa 10 Landesleistungszentren positiv evaluiert werden. Voraussetzung war neben einer entsprechenden Trainings- und Betreuungsstruktur, dass die Kaderläufer internationale Erfolge aufweisen konnten. So konnte die intensive Trainingsbetreuung im Trainingszentrum Graz nicht nur fortgeführt, sondern sogar noch weiter professionalisiert werden.

Vereine

2001 erfolgte der Zusammenschluss der Naturfreunde Vereine Veitsch, Kindberg, Graz, Eisenerz, Krieglach zum neuen Verein Naturfreunde Steiermark, um die vorhandenen Kräfte zu bündeln und neue Aufgaben zu bewältigen. Im Jahr 2011 erfolgte die Gründung des OC Fürstenfeld, der aus der Sektion Orientierungslauf des TV Fürstenfeld hervorging.

STOLV Gala

Anfangs hatte es sich so ergeben, dass bei der letzten Vorstandsitzung des Jahres von einigen Mitgliedern z.B. Brötchen, Getränke usw. mitgebracht und gerne genossen wurden. Das fand sofort Anklang bei den Vereinen, es wurde vorgeschlagen, eine jährliche STOLV Gala zu veranstalten und dabei die hervorragenden Leistungen zu würdigen und Vor- und Rückschau zu halten. Mein Ziel war es, dass jeweils ein anderer Verein die Gala ausrichtet, das ist nur teilweise gelungen.

Gerli Hoch STOLV-Trophy

Im Jahre 2011 spendete ich als Präsident die Gerli Hoch - Trophy für die jährlich beste Leistung bei einem internationalen Bewerb in den Jugendklassen (D/H15-18), als Ergänzung zur Juutilainen-Trophy, die für die STOLV Cup Sieger(-innen) in den Jugendklassen (D/H15-18) vergeben wird.

Übergabe der Gerli Hoch STOLV-Trophy an Antonia Erhart bei der STOLV-Gala 2014. Weiters wurden Ursi Kadan und Matthias Gröll von Gerli Hoch und Franz Hartinger geehrt.

Kartenherstellung

Wir bemühten uns schon seit Jahren, dass die OL-Karte(n) als Veranstaltungsstätte anerkannt und gefördert werden. Bei einem Gespräch mit dem damaligen Landeshauptmann, Franz Voves konnte ich erreichen, dass die Beschaffung von Luftbildern und Laserscan-Daten vom GIS Steiermark im Rahmen von Arbeiten an Bildungseinrichtungen sowie Forschungsarbeiten kostenfrei erworben werden können. Im Berichtszeitraum wurden viele größere und kleinere Projekte verwirklicht. Als eifrige Kartenzeichner sind hier Herwig Allwinger, Gerli Hoch, Thomas Krejci, Michael Melcher, Hannes Pacher und die Feldbacher Alois Fuchs, Hans Luttenberger und Rudi Schwarz zu erwähnen. Unterstützung gab es auch von ukrainischen, ungarischen und tschechischen Kartenzeichner-Teams.

Der Steirerbus

… wurde zu großen nationalen Wettkämpfen und internationalen Bewerben angeboten und wird noch immer gerne angenommen. Unser damaliger STOLV-Kassier Franz Prach war einer der ersten Koordinatoren, heute engagiert sich besonders Günter Kradischnig.

Zitat von Gerli Hoch zum Thema: „Suche nach einem neuen Präsidenten für den STOLV“.

„Ich sagte einmal bei einer Siegerehrung beim Schi-OL 2012 im Schloss Trautenfels: 18 Jahre sind für ein junges Mädchen eine schöne Zeit, aber für den Präsidenten reicht das.“ Es dauerte allerdings noch 2 Jahre, bis mit Herwig Proske ein Nachfolger gefunden wurde.

(Kleine Zeitung, 6.5.2014)

 

Dieser Text wurde von Gerfried Hoch, Präsident des STOLV (1986 bis 1992 und von 2000 bis 2014) zusammengefasst und von den langjährigen Vizepräsidenten des STOLV, Günter Kradischnig und Franz Hartinger, ergänzt.