Am Freitag vor Pfingsten fand an der TU Wien eine OCAD-Roadshow für fortgeschrittene Kartographen statt.
Organisiert wurde dieses halbtägige Seminar vom Institut für Kartographie & Geoinformation – Forschungsgruppe Digitalkartographie. Die Firma OCAD – vertreten durch ihren Geschäftsführer Thomas GLOOR – präsentierten im Rahmen dieser „Roadshow“, OCAD10 erstmals in Österreich an einer Universität! Und zwar einem breiten Publikum, und nicht nur auf den Orientierungslaufsport bezogen. Hubert KLAUSER war Präsentator dieses nicht ganz einfachen Arbeitsthemas, das bereits wesentliche OCAD-Kenntnisse voraussetzte.
Dank der Kooperation der TU Wien und dem generellen Interesse an der OL-Kartographie [Univ.-Ass. MSc. Eszter Simonné-Dombóvári sowie Univ.Prof.Mag.Dr. Georg GARTNER] kam eine Einladung für den ÖFOL zustande
Insgesamt waren hier 25-30 Teilnehmer aus den verschiedensten Sparten mit dabei. Studierende, Geometer, Geoinformatiker, Kartographen, Kartenverleger, Wissenschaftler und auch einige namhafte OL-Funktionäre.
Den StOLV vertraten hierbei Präsident Gerfried HOCH und Kartenreferent Michael MELCHER.
Hauptthema war die „Migration von unstrukturierten DTP-Karten nach OCAD“. [DTP = Desktop-Publishing-Map].
Ein kartographisches Thema, dass zwar nicht unbedingt essentiell für den OL ist, was jedoch im Hinblick auf mögliche Kooperationen von OL-Vereinen mit kommerziellen Kartenanbietern doch interessant sein könnte. Dazu gehört auch die gewerbsmäßige Weitervermittlung & werbebezogene Adapation von OL-Kartendatensätzen für andere Zwecke [Tourismus, Navigation, Topographie & Thematik].
Unter DTP-Karten versteht man in erster Linie allgemeine Karten im PDF-Format, die man nicht direkt (mit OCAD) bearbeiten kann und erst auf bestimmten Weg digital machen muß. Auch das Georeferenzieren von Karten war bei diesem Workshop ein wesentliches Thema. Dies ist auch für OL-Karten ein wertvoller Themenbereich.
Alte OL-Karten sind nicht georeferenziert, und sollten dies jedoch sein, wenn man mit GPS arbeiten möchte, da GPS-Daten bekanntlich mit Landeskoordinaten belegt sind. D.h.: erst durch das Georeferenzieren gibt es Möglichkeiten, mit einem Koordinatenbezugssystem zu arbeiten. Erst dann können Karten mit anderen Geodaten kombiniert werden. Erst dann kann eventueller Flächenverzug von alten Karten auf relativ einfachem Weg korrigiert werden. Danach ist es auch möglich, Datenbankanbindungen sinnvoll vorzunehmen.
Beispiel: Adaptierung einer OL-Stadtkarte zu einem Navigationsplan mit Straßennahmen und Hausnummernzuweisung für Autos oder Handys; also einem kleinen lokalen Geoinformationssystem (für eine Gemeinde oder Stadt).
Einige wesentliche Bereiche wurden im Übungsteil unter der Anleitung der beiden OCAD-Profis, intensiv durchgeübt. Etliche Fragen und Problemstellungen im täglichen Umgang mit der OCAD-Software, konnten so von kompetentester Seite erklärt und erläutert werden.
Leider war jedoch die zur Verfügung stehende Zeit viel zu kurz, um all die Kleinigkeiten zu besprechen, die den einzelnen OCAD-User so am Herzen lagen.
Alles in Allem, ein sehr gelungener und Eindruck-hinterlassender Fortbildungs-Tag für alle die gekommen waren um sich weiterzubilden.
Fotos vom Workshop gibt es hier >>
Präsentations-Folien des Workshops (pdf-Format) hier >>





